Positiv bleiben

Wenn man, wie ich, im Leben schon einiges durch hat, begrüßt man irgendwann nicht mehr jede Herausforderung mit einem Handschlag.  Irgendwann fängt die Kraft an nach zu lassen. Es ist schwer eine positive Einstellung zu behalten, wenn man zwar weiss, dass es weiter gehen wird, wenn auch noch nicht genau wie, jedoch nicht nur die eigene Person daran hängt, sondern ein kleines Wesen, dass von einem abhängig ist. Dazu ist man quasi auf sich allein gestellt, denn die angebotene Hilfe stellt sich als Marke „viel reden, wenig tun“ heraus.

Es ist gerade verdammt schwer. Auch wenn ich weiss, dass es geht. Um mich daran zu erinnern, dass es einfach einen Schritt nach dem anderen braucht, manchmal eben langsamer, als ich es gern hätte, zum Wohle der Hexe und auch meinem und dem meines Mannes, mache ich zwischendurch immer wieder eine kleine Übung:

Den rechten Fuß bewusst spüren, einatmen, ausatmen. Den linken Fuß bewusst spüren, einatmen, ausatmen. Beide Füße gleichzeitig spüren, einatmen, ausatmen. Meine Erinnerung daran, dass es immer weiter geht, so lange mich diese Füße tragen. Meine Erinnerung daran, dass es soviel positives in der Welt gibt, dass die Veränderungen, so heftig sie gerade sind, positives mit sich bringen. Dass es nur gut werden kann.

17 Kommentare zu „Positiv bleiben

  1. Ich denke in diesen Situationen immer an Beppo, den Strassenkehrer:
    „Schritt-Atemzug-Besenstrich“.

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen.
    Für Hilfe, für „das-alles-gut-wird“, für alles. ✊

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    1. Beppo ist auch ein sehr weiser Mensch, wie das ganze Buch weise ist. Es wird schon gut werden, irgendwann.Das Durchhalten ist das Problem, ich bin langsam aber sicher ausgelaugt.

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      1. Ohja, das stimmt.
        Das glaube ich Dir Ist denn die Sonne (oder zumindest ein Strahl…) in Sicht oder ist gerade noch alles dunkel?

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      2. Dunkel ist es eigentlich nicht. Eher grau-trübe, weisste so wie dicker Nebel, wo du grad mal so einen Schritt vor den anderen setzen kannst. Es ist nicht das erste Mal, dass ich/wir durch sowas durch müssen. Irgendwann darfs aber auch mal gut sein.

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      3. Ich kann es mir vorstellen… alles so schwer und jeder Schritt fühlt sich an, als wären die Beine voller Gewichte gehängt…?
        Scheisse.
        Aber irgendwann wird alles einen Sinn ergeben.
        Alles passiert aus irgendeinem Grund, da bin ich mir ganz sicher.
        Und eigentlich kann es ja nur besser werden als gerade, oder? (Klingt wie eine hohle Phrase, ist sie aber nicht! ✌)
        Denk mal 3,4,… Monate weiter.
        Da sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

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      4. Du kennst die Unendliche Geschichte? Den Sumpf der Traurigkeit? So geht es mir zur Zeit. Ja, ich weiss, dass es besser wird. Muss ja, weil es so nicht bleiben kann. Auch wenn ich mich zum Teil wie ein geprügelter Hund fühle, den keiner will…Ich weiss, dass es nicht so ist, machts aber auch nur bedingt besser. 3 Monate hier allein mit der Hexe, mein Mann nur, wenn er frei hat hier. Er bei seinen Eltern, arbeiten und dann die Hoffnung, dass man mit 3 Lohnnachweisen dann doch mal eine Wohnung bekommt. Bis dahin kann ich hier nichts machen, nur sitzen und warten.

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      5. Die Hilflosigkeit und das damit verbundene Gefühl, nichts machen zu können, ist scheisse.
        Hat Dein Mann schon angefangen im neuen Job?
        Gefällt es ihm?
        Und Du mit der Hexe erstmal mit zu den Schwiegereltern ziehen ist keine Option?

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      6. Männe beginnt am 03.04., Schwiegers wollen uns (oder eher mich) nicht da haben. Angeblich zu anstrengend, lassen sich aber dauern bei der Schwägerin einspannen. Immerhin helfen sie bei der Wohnungssuche.

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      7. Ist er denn jetzt schon da oder noch bei euch?
        Oh man, ich hoffe ihr findet ganz bald eine Wohnung!
        Verstehst Du Dich denn mit der Schwägerin & ihrer Familie?

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      8. Noch ist er bei uns. Naja, es ist so, meine Anwesenheit ist erwünscht, aber so wie ich bin, nicht gewollt. Verstehst was ich meine? Ich hab nix gegen sie, aber so richtig grün werden wir nicht. Es war mal besser, aber irgendwie, seit die Hexe da ist, klappts nciht mehr.

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      9. Oha, verstehe. Also einfach emotional-distanziert?
        Seit ihr denn im selben Alter?

        Finde das immer schade… man könnte es ja so einfach haben. Aber Friede, Freude, Eierkuchen und alle verstehen sich gibts wohl so gut wie gar nicht mehr.

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      10. Ja sind wir, Schwägerin ist nur nen Jahr oder zwei älter. Aber halt ne Studierte und dann isse auch noch Personalerin…Mein persönliches Problem: Ich hab ihnen nichts zu sagen. Small Talk hasse ich, sinnlose Diskussionen vom 100sten ins 1000ste auch (also wenn dann immer was neues gebracht wird, weil die Argumente ausgehen). Ich mag keine Generalabsolutionen und genauso wenig Generalverurteilungen. Dass wir was die Erziehung betrifft in komplett anderen Welten leben, sowohl Schwiegers, als auch Schwägerin, macht es nicht einfacher. Ich bin halt nicht gesellschaftlicher Konsenz und auch niemand, der jetzt das Palaver anfängt, nur, weil man jetzt zufällig das gleiche Hobby angefangen hat (SchwieMu „häkelt jetzt auch“ – ich: Aha. Sie: Ja, da gibt es ja so eine Zeitschrift, da ist immer Wolle dabei. Ich: Aha, da gibts ja mehrere. Sie zeigte die Wolle, aber eine angefangene Häkelarbeit hat sie mir nicht gezeigt. Was nutzt mir das? Nix.)

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      11. Mein Mann ist auch Personaler

        Ich weiss, was Du meinst.
        Mir ist meine Zeit für den Austausch von Oberflächlichkeiten auch zu schade… Vor allem, wenn mein Gegenüber sich sowieso auf den Thron der absoluten Weisheit gesetzt hat und alles besser weiss/kann/macht.
        Das habe ich mir abgewöhnt, als ich mit Tiffy schwanger wurde.
        Da habe ich unter einige solcher „Beziehungen“ einen Schlussstrich gezogen… Was ich all die Jahre runtergeschluckt habe, ist ja das Eine. (Würde ich heute auch nicht mehr machen, aber das ist ja etwas anderes… )
        Für meine Kinder habe ich Verantwortung und die können sich dem noch nicht entziehen.

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      12. Ich wollte nichts gegen Personaler an sich sagen, nur verdeutlichen, wie sie sich und Schwiegers, im Vergleich zu uns, sieht/sehen. Ich würde mich gern mehr distanzieren, aber das geht nicht. Zumal sich die Hexe ja mit ihren Cousinen versteht.

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