Wie mir Meditation durch schwierige Phasen hilft

Wie schon berichtet, steht hier momentan einiges Kopf. Die kleine Dame hat in ihrer Entwicklung irrsinnig an Fahrt aufgenommen. Jeden Tag kommt etwas neues dazu, was wiederum auch Einfluss darauf hat, wie wir miteinander kommunizieren können. Manchmal klappt es besser. An manchen Tagen ist sie ein Buch mit sieben Siegeln und ich kann nur die altbewährte Liste durchgehen, um heraus zu finden, was los ist. Nicht gerade einfach. Es ist anstrengend, für uns beide und zerrt an meiner Geduld. Damit sich meine Ungeduld nicht auf sie ablädt, nutze ich jede Gelegenheit mir meine Meditationspraxis zunutze zu machen.
Es ist mehr, als das sprichwörtliche tief Durchatmen, kein Durchschnaufen, um den Kopf frei zu kriegen. Es ist ein inneres Innehalten und Zurücktreten, um Platz zu schaffen. Platz für einen kleinen Raum der Ruhe, den ich mit meinem Atem erschaffe. Erst ganz klein, dann mit jedem Atemzug wachsend bis mein Inneres, mein Geist erfüllt sind von Ruhe und Gleichmut. Dann lasse ich diesen Raum wachsen, mit meinem Atem über mich hinaus. Ich schaffe um mich herum ein Feld aus Ruhe und Gleichmut. Dieses Feld hilft auch der kleinen Dame ruhiger zu werden, zur Ruhe zu kommen. Sei es beim Stillen oder abends beim Einschlafen. Besonders, wenn sie etwas Neues lernt, wie in diesen Tagen, ist das Runterfahren nicht leicht. Zuviel geht durch den kleinen Kopf und dann kann man nicht einschlafen. Viel helfen kann ich nicht, ausser als Ruhepol da zu sein, Nähe (oder Distanz, aber Anwesenheit) schenken, wie sie es wünscht. Zu akzeptieren, dass sie gerade, was Nähe betrifft, sehr wankelmütig ist, fällt mir in diesem Feld aus Ruhe auch sehr viel leichter.

5 Kommentare zu „Wie mir Meditation durch schwierige Phasen hilft

  1. Oh je, das hört sich sehr anstrengend an. Aber es ist schon faszinierend, wie sich die Stimmungen gegenseitig beeinflussen, oder? Selbst wenn die Kommunikation im Moment noch nicht unbedingt über die Sprache geht.

    Mir ist das letztes Jahr ganz stark bei meiner Nichte aufgefallen. Sie ist jetzt schon zwölf, aber die nonverbale Kommunikation zwischen ihr und meiner Schwester ist quasi eine offene Standleitung. Eine Zeit lang versuchte die Kleine es der Mama so schwer wie nur möglich zu machen und als ich sie darauf ansprach, meinte sie: „Wenn die Mama mich stresst, dann stresse ich eben sie.“ Und das, obwohl oberflächlich zwischen den Beiden eigentlich alles okay zu sein schien. Da wurde mir wohl das erste mal richtig bewusst, wie Energie miteinander kommuniziert. 🙂

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft und Durchhaltevermögen. Aber du scheinst das sehr gut hin zu bekommen! ❤

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    1. Leicht ist was anderes. Aber wenn man sich entscheidet, ein Kind zu bekommen, weiss man das es nicht einfach wird.
      Grad Babies sind sehr feinfühlig. Hatten auch schon die Situation, dass sie mir abends nicht einschlafen konnte, weil ich zu aufgewühlt war. Also mit dem Papa gewechselt, schwups schlief sie.
      Man muss sich allerdings auf diese Art Verbindung wirklich einlassen können und wenn es zu nervig wird, hinterfragen, was los ist. Nicht selten überträgt man einfach was aufs Kind. Wie auch bei Deiner Nichte. Oder auch auf den Partner, den kann man auch gut mit schlechter Laune etc. anstecken.
      So langsam krieg ich ja ein bisschen Übung. Wir wuppen das schon.

      Gefällt 2 Personen

    1. Das ist, glaube ich, mit eine der schwersten Übungen. Zu verstehen, dass, wenn das Kind nicht zur Ruhe kommt, es an einem selbst liegen kann.

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