Yoga(Meditation)

Mit Yoga habe ich mich auch schon vor meiner Schwangerschaft beschäftigt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich irgendwann mal, damals mit Hilfe einer Blackberry App, an die ersten Übungen machte. Ursprünglich wollte ich in einen Kurs, was leider auf Grund meinen damaligen Arbeitszeiten (Wechselschicht mit anderthalb Stunden Pendeln) nicht machbar war. Trotzdem suchte ich nach einer Möglichkeit mich sportlich zu betätigen und gleichzeitig Entspannung und Ruhe zu finden. Hierfür schien mir Yoga perfekt. Zusätzlich hatte ich durch meine Arbeit Rückenschmerzen und vermehrt Probleme mit der Achillessehne. Die App war damals zwar ein guter Ansatz, aber auf Dauer natürlich nichts wahres. Also musste entsprechende Lektüre her. Gefunden habe ich folgendes:

1) Die Yoga Box von Anna Trökes

Diese Box enthält insgesamt 76 große Karteikarten im DIN A5 Format auf denen die einzelnen Positionen, Asanas genannt, ausführlich beschrieben und bebildert dargestellt sind. Es wird in Basis-Asanas (für Anfänger geeignet) und Fortgeschrittene Asanas (für Anfänger eher ungeeignet), sowie Übungen zur Vorbereitung (sprich Aufwärmen) und zum Ausgleich (zwischen einzelnen Asanas oder zur Entspannung am Ende) unterteilt. Es gibt zudem Vorschläge für Übungsprogramme, was den Einstieg sehr erleichert. Wenn man dann die ein oder andere Übung beherrscht, kann man sich dann auch bald selbst Programme zum Üben zusammen stellen. Da die Karten recht groß und die Bilder sehr eindeutig sind, kann man sich daran sehr gut selbst durch ein erstelltes Programm führen lassen.

2) Ashtanga Yoga von Tara Fraser

Dieses Buch ist recht umfangreich und enthält hauptsächlich fortgeschrittene Asanas. Man sollte für viele der Asanas bereits einen Yoga-Kurs besucht und einige Übung haben, da viele Übungen doch bereits eine gewisse Gelenkigkeit voraus setzen. Das Verletzungspotential ist bei mangelnder Erfahrung absolut nicht zu unterschätzen! Der Aufbau des Buches ist allerdings sehr schön, die Asanas toll dargestellt und es ist eine interessante Einführung in das Ashtanga Yoga vorn angestellt. Für den interessierten Fortgeschrittenen (also vermutlich dann ich nach der Schwangerschaft) sehr empfehlenswert.

3) Kundalini Yoga von Anand Kaur Seitz

Dieses Buch zeigte mir zum ersten Mal die Berührung zwischen Yoga, Meditation und den Chakren auf. Es wird zunächst auf Yoga und dessen Wirkung im Allgemeinen, sowie die sieben Chakren vorgestellt. Anschliessend werden die Grundlagen des Kundalini-Yoga, die unterschiedlichen Grundhaltungen für Hände und Finger, sowie Atemübungen vorgestellt und ausführlich beschrieben. Dann geht es auch schon die tiefere Thematik der  einzelnen Chakren mit den passenden Meditationsübungen und Mantren. Für mich war dieses Buch eine unglaublich aufschlussreiche Lektüre und der erste Schritt in Richtung Meditation für mich (auch wenn es dann doch noch einige Zeit gedauert hat, bis ich damit dann richtig angefangen habe).

4) Yoga in der Schwangerschaft von Sandra Beck

Natürlich wollte ich dann auch in meiner Schwangerschaft weiterhin Yoga machen. Da ich mir selbst nicht zugetraut habe die unterschiedlichen Übungen selbst abzuwandeln, habe ich mir dieses Kartenset zugelegt. Das Set umfasst 50 Karten mit sanften Übungen, anspruchsvolleren Übungen, sowie Meditationen und Atemübungen und ein Begleitbuch mit Übungsprogrammen. Der Aufbau ist wirklich toll, die Übungen ausführlich und schön bildlich dargestellt. Neben der Beschreibung der Übungen, werden die Wirkungen, aber auch Kontraindikationen (grad in der Schwangerschaft sehr wichtig!) und Abwandlungsmögliichkeiten für die einzelnen Übungen. Auch hier besteht durch die Karten die Möglichkeit sich eigene Übungsprogramme zusammen zu stellen.

Leider lagen meine Yogakarten dann doch sehr lange rum. In der 7. Woche schlug die berühmt-berüchtigte Übelkeit zu und machte mir bis zur 13. Woche zu schaffen. Dazu kam der Ärger mit meinem Arbeitgeber. Da war mir so gar nicht nach Sport oder Meditation. Als sich das dann besserte, war ich erstmal nur froh Ruhe zu haben. Dann begann ich, wie schon hier beschrieben das Buch „Der achtsame Weg durch Schwangerschaft und Geburt“ von Nancy Bardacke zu lesen. Dieses Buch beinhaltet auch eine kurze Yogasequenz verbunden mit der Übung diese Sequenz achtsam durchzuführen und sich nach jeder einzelnen Position die Zeit zu nehmen sich auszuruhen und die Wirkung im Körper nachzuspüren. Da mittlerweile soweit Ruhe in mein Leben eingekehrt war (soweit man in einer Schwangerschaft denn Ruhe finden kann, gibt ja doch einiges zu tun), reizte es mich natürlich diese Übungen auszuprobieren. Also habe ich begonnen mir neben meiner täglichen Meditationspraxis die Zeit für die Yoga-Sequenz aus dem Buch zu nehmen. Ganz langsam und in Ruhe, denn meine letzten Übungen lagen ja doch schon einige Zeit zurück. Die ersten Male musste ich natürlich immer wieder nachlesen und mir die Zeichnungen ansehen. Da ich täglich übe, saßen die Abläufe dann aber recht schnell und ich konnte mich auf meinen Atem und das Yoga konzentrieren. Und habe dann sehr schnell gemerkt, wie gut es mir tut. Meditation und Bewegung zu verbinden ist, gerade in Phasen, in denen mir doch sehr viel durch den Kopf geht, eine sehr gute Möglichkeit mir eine Auszeit zu nehmen und das Gedankenkarussell im Kopf für einige Zeit zu stoppen. Einmal wieder ins Yoga zurück gefunden, habe ich mir auch wieder die Yoga-Karten von Yoga in der Schwangerschaft  zur Hand genommen und mein eigenes Programm um die Sequenz aus dem Buch gebaut. Für mich war, neben den meditativen Aspekten noch wichtig aktiv etwas gegen Wassereinlagerungen in Händen und Füßen zu tun. Um die Stützstrümpfe komme ich zwar trotzdem nicht herum, allein schon wegen der Krampfader-Prophylaxe, dennoch fühlen sich meine Beine mit den Übungen wesentlich besser an (und ich kann meinen Arzt wieder mit „Nein, ich habe keine Beschwerden.“ zum Grinsen bringen).

Yoga in Verbindung mit Meditation hilft mir Körper und Geist über Bewegung und Atem wieder zur Ruhe und in Einklang zu bringen. Etwas, was gerade jetzt im letzten Trimester, wo alles auf Endspurt steht, sehr wichtig ist, um sich nicht von den Gefühlen und Hindernissen, die sich immer noch immer wieder auftun, überwältigen zu lassen. So behalte ich meinen kleinen Hitzkopf im Griff und kann Entscheidungen rational fällen (und Verzögerungen entspannter hinnehmen).

(21.03.2015 auf meinachtsamesleben.blogspot.com)

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